Ergänzungsunterricht

Ergänzungsunterricht

Schuljahr 2019/2020

1. Informatik

In einer Zeit, in der Informatik immer mehr Lebensbereiche erfasst und Fachkräfte in der IT-Branche gesucht sind, brauchen Schülerinnen und Schüler zum einen fachliche Orientierung zur Einordnung der Informatik in ihrem persönlichen Umfeld, zum anderen müssen sie aber auch anschlussfähiges Wissen für eine vertiefte informatische Bildung und Ausbildung erwerben. Der beste Weg dazu liegt in frühzeitig erworbenen Kompetenzen im Fach Informatik.

Im Einführungskurs wird zunächst der Umgang mit dem Computer (Computer-Arbeitsplatz, Tastatur, Programme, Ordnung auf der Festplatte etc.) gelehrt. Natürlich sind Schwerpunkte im Bereich der Textverarbeitung gesetzt. Die Schülerinnen und Schüler lernen die Funktionen typischer Textverarbeitungssoftware kennen und wenden sie an: Formatierung von Dokumenten, Gliederungsmöglichkeiten, Absätze, Setzen von Tabulatoren, Fußnoten, Einbinden von Graphiken und Dateien etc. Auch im Bereich der Tabellenkalkulation erstellen die Schülerinnen und Schüler Diagramme, wenden mathematische Funktionen an und werten Daten aus. Selbstverständlich werden Präsentationen gestaltet, z.B. mit Power Point, Prezi oder mit dem Mind Manager, sodass die Schülerinnen und Schüler ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten in allen Fächern anwenden können. Die Kommunikation im WWW erfordert Kenntnisse im Bereich der Datensicherheit und des Datenschutzes, deshalb werden der sichere Umgang in sozialen Netzwerken und das Thema Cybermobbing eine wesentliche Rolle im Unterricht spielen.

Im Aufbaukurs wird eine Vertiefung der Fähigkeiten und Fertigkeiten des Einführungskurses stattfinden, Bildbearbeitung und Internetrecherche sind weitere Schwerpunkte. Nach der Arbeit mit Excel werden die ersten Schritte in Programmiersprachen oder ihren kleineren Verwandten, z.B. html stattfinden.

In der zehnten Klasse kann man eigene Internetseiten gestalten, ggf. eine eigene Sparte bei der Schulhomepage übernehmen. Auch Apps für Smartphones zu programmieren, z.B. mit APP-Titan, werden Schwerpunkte im „Ergänzungsunterricht Informatik“ sein. Ebenfalls können im Bereich der Videobearbeitung (Bildbearbeitung) Filmsequenzen gedreht und mit geeigneter Software geschnitten werden. Außerdem bringt ihr einem kleinen elektronischen Käfer das Laufen bei, indem ihr diesen zusammenbaut, oder ihr schraubt an alten Computern und repariert sie.

2. Naturwissenschaften

MINT-Assistenten

Seit dem 25.01.2017 sind wir zertifizierte Satellitenschule des teutolab-Chemie der Universität Bielefeld.

Die Ausbildung zu MINT-Assistenten beginnt bereits in der achten Klasse. Mögliche Inhalte sind zum Beispiel: Sicherheit im Labor, Versuchsprotokollierung, Hilfestellung bei Experimenten, Umgang mit jüngeren Schülerinnen und Schülern, Ordnung und Sauberkeit im Labor etc.

Die „Laborhelfer Jahrgang 8“ betreuen Experimente beim Tag der offenen Tür an unserer Schule. Das bedeutet für unsere Jugendlichen, dass sie auch außerhalb der Schulzeit Projekte durchführen werden.

Die „Laborhelfer Jahrgang 9“ betreuen die Workshops beim MINT-Mitmachtag.

Die „Laborhelfer Jahrgang 10“ führen wie geplant das teutolab mit den vierten Klassen der Grundschulen durch. Die Schülerinnen und Schüler müssen sich u.a. darüber klar sein, dass sie Projekte außerhalb der Schulzeit betreuen werden. Zertifikate können in Aussicht gestellt werden, sodass eine „Expertise“ für die zukünftige Berufswahl vorhanden ist.

3. Technik

Ingenieur-Akademie

Unsere Ingenieur-Akademie in Klasse 8 geht auf das Berufsbild des Ingenieurs ein: Wie wird man Ingenieur? Welche Tätigkeiten führt der Ingenieur aus? Wo wird er eingesetzt? Außerdem befassen sich die Schülerinnen und Schüler mit dem Brückenbau, sie entwerfen und bauen Brücken und führen Experimente zu den physikalischen Größen Druck und Kraft durch. Simulationsprogramme und Belastungstests dürfen auch nicht fehlen.

Unsere „Ingenieure“ der neunten Klasse befassen sich mit dem Thema „Elektronik“, sie planen und realisieren elektrische Schaltungen, sie messen Spannungen und Stromstärken in verschiedenen Stromkreisen, das Kennenlernen neuer Bauteile (z.B. Halbleiter, Dioden) steht ebenfalls auf dem Programm. Die Schülerinnen und Schüler arbeiten in der Löt-Werkstatt und führen Projekte im Bereich der Elektronik (Diodentaschenlampe) durch. Außerdem wird das Thema „Fortbewegung“ im Mittelpunkt des Unterrichts stehen: Fortbewegung mit Hilfsmitteln, Bewegung bei den Menschen, das Fahrrad, Kraftaufwand durch Gangschaltung steuern, Kraftübertragung mit Hilfe der Kette, Kräfte beim Bremsvorgang, Energiebedarf beim Fahrradfahren, das Flugzeug / das Schiff, Auftriebskraft, Flugvorgang beim Flugzeug, Schwimmvorgang beim Schiff. Eine mögliche Vertiefung: die Rakete, das Rückstoßprinzip, die Mehrstufen-Raketen.

In der zehnten Klasse stehen die Energietechnik und die Energie der Zukunft im Mittelpunkt des „Ergänzungsunterrichts Technik“. Unsere Jugendlichen erlernen vertiefendes und fächerübergreifendes Wissen (Technik / Physik) zum Thema „Erneuerbare Energien“. Experimente zu verschiedenen Energieformen werden durchgeführt. Wie funktionieren verschiedene Kraftwerke? Wie baut man ein möglichst effizientes Kraftwerk? Wie funktioniert eine Photovoltaikanlage?
Auch das Nachbauen einer Solarzelle mit einfachen Mitteln und in Zusammenarbeit mit der Universität Bielefeld steht auf dem Programm.
Mobil mit dem Kraftfahrzeug: Hier werden verschiedene Verbrennungsmotoren (Benzin, Diesel, Wankelmotor) untersucht. Wie funktioniert ein Kraftfahrzeug? Der Elektromotor wird vorgestellt, ein Solarauto wird geplant und gebaut, mit diesen Solarautos werden Experimente durchgeführt (Geschwindigkeit, Crashtests, Videoanalysetools am PC).
Auch die Teilnahme am regionalen Solartechnik-Wettbewerb „Solar Mobil OWL“ ist möglich. Eine mögliche thematische Vertiefung ist die Speicherung der elektrischen Energie mit Hilfe von Akkus.

4. Pädagogik und Soziales

Streitschlichtung (Klasse 8)

Konzept „Lernen durch soziales Engagement“ an der Gesamtschule Verl

Einführung der Streitschlichtung

Ausbildung zum Streitschlichter an der Gesamtschule Verl

Dort, wo Menschen zusammenleben, gibt es Meinungsverschiedenheiten, unterschiedliche Bedürfnisse sowie andere Verhaltensweisen, aus denen Konfliktsituationen entstehen können. Konflikte gehören zum Leben dazu. Im Schulalltag stellen wir uns deshalb die Frage, wie  man mit Konflikten umgeht und Konflikte als Potenzial für das Training sozialer und personaler Fähigkeiten nutzt.
Nach dem Motto „helfen anstatt wegschauen“ verfolgt die Streitschlichtungsausbildung das Ziel, eine positive Streitkultur zu erlernen und zu praktizieren.
Das gemeinsame Ziel ist es, eine Lösung von Konflikten ohne Verlierer zu erarbeiten.

Das lernst du im Ergänzungsunterricht „Ausbildung zur Streitschlichtung“:

  • Aktives Zuhören: Mitgefühl mit Einsatz der Körpersprache
  • Einfühlendes Verstehen: Gefühle erkennen und berücksichtigen
  • Unparteilichkeit
  • Feedbackregeln
  • Methoden der Gesprächsführung
  • Durchführung von Mediationsgesprächen in Rollenspielen

Dabei wirst du …

  • Verantwortung übernehmen
  • Mitgefühl entwickeln
  • andere Sichtweisen respektieren
  • fair verhandeln
  • deine kommunikativen Fähigkeiten stärken

Am Schluss der Ausbildung erhältst du ein Zertifikat, das dich als Streitschlichterin bzw. Streitschlichter ausweist. Du bist als Schulmediatorin bzw. Schulmediator tätig und hilfst bei Bedarf jüngeren Schülerinnen und Schülern im Schulalltag bei der Konfliktlösung.

Theorieblock „Kindheit“ (Klasse 9)

Der „Babysitterführerschein“

Ausgehend von eigenen Kindheitserfahrungen erwerben die Schülerinnen und Schüler Grundkenntnisse über die kindliche Entwicklung und deren Besonderheiten. Sie reflektieren ihren Umgang mit schwierigen Situationen und üben adäquate Verhaltensweisen in Rollenspielen ein. Die Auseinandersetzung mit den Themenbereichen „Kinderpflege“ und „Erste Hilfemaßnahmen für Kleinkinder“, „Unfallvermeidung“ dient der Sicherheit der zu betreuenden Kinder. Zum Abschluss erstellen die Schülerinnen und Schüler einen Katalog mit sinnvollen und attraktiven Beschäftigungsmöglichkeiten für Kinder unterschiedlicher Altersstufen.
Die Erprobung und Anwendung des Gelernten sowie das Einüben empathischen Verhaltens finden in Zusammenarbeit mit ortsansässigen Kindergärten statt. Eine Urkunde über die erfolgreiche Teilnahme an diesem Modul dient den Schülerinnen und Schülern als Nachweis bei der Bewerbung um eine Stelle als Babysitter/in.

Theorieblock „Alter“ (Klasse 10)

Altenheimprojekt: „Besuchsdienst durch Schüler“ im Altenzentrum St.-Anna-Haus, Verl

Und jetzt macht auch die Gesamtschule Verl mit!

Die Schülerinnen und Schüler erfahren durch dieses Projekt eine persönliche Bereicherung und übernehmen Verantwortung. Sie entwickeln Sensibilität für andere Menschen und entwickeln sich selbst auch weiter. Ebenfalls erlernen sie Zuverlässigkeit und Regelmäßigkeit als Pflichten gegenüber ihren anvertrauten Menschen und bauen Vorurteile gegenüber älteren Menschen ab.
Zudem bietet das Projekt die Möglichkeit, Einblicke in soziale Berufsfelder, wie z.B. die Altenpflege, zu erhalten.
Außerdem erfahren die Bewohnerinnen und Bewohner des Altenzentrums eine Bereicherung ihres Alltags, da die Schülerinnen und Schüler in ihrer Freizeit den Seniorinnen und Senioren ihre Gesellschaft und Hilfe anbieten.

Durchgeführte Aktionen:

  • Vortrag zu Demenz
  • Gesellschaftsspiele
  • Rollstuhlführerschein
  • Ausflüge: nach Gütersloh mit Besichtigung des Miele Werksmuseums nach Gütersloh in den Botanischen Garten / mit Kaffeetrinken
  • Waffeln backen und gemeinsame Kaffeetafel
  • Gemeinsames Kaffeetrinken mit Bewohnern und Schülern im Café
  • Bratapfelessen
  • Begegnungen beim vorweihnachtlichen Basteln
  • Nikolausbesuche von Schülergruppen in allen Wohnbereichen
  • Große Adventsfeier, Schüler verteilten selbstgebackene Plätzchen und Weihnachtsgrüße an die Bewohner
  • Gemeinsames Grillen zum Abschluss des Schuljahres

5. Gesundheit und Soziales

1. Immunologie: Hier werden Viren, Bakterien, Infektionskrankheiten, Impfen… behandelt
2. Impfen
3. Blutspende
4. Organspende
5. HIV und Aids: hier auch Projektarbeit möglich mit der lokalen AIDS-Hilfe, z. B. rund um den 1. Dezember
6. Arzneimittel
7. chronische Erkrankungen: Diabetes etc.
8. Drogen: z. B. Cannabis, Crystal Meth
9. Verschiedene Berufe mit medizinisch technischem Hintergrund: Internetrecherche, zusätzlich vielleicht Experten einladen: PTA, Physiotherapeuten, Rettungsassistenten…
10. Leben mit einer Behinderung: Filmprojekt, z. B. mit dem Film „Jenseits der Stille“, hier geht es um Taubstumme, Aktion Mensch
11. Was darf der Mensch? Gentechnologie (Klonen, PID…), Film „Gattaca” einbauen
12. Rauchen: jährlichen Aktion „be smart – don’t start“ mitmachen
13. Gesunde Ernährung: vegan/vegetarisch etc.
14. Sommer / Sonne / Haut
15. zu dick – zu dünn – Essstörungen?

6. Verkehrs- und Mobilitätserziehung

Verkehrs- und Mobilitätserziehung in der Sekundarstufe I vertieft und erweitert die in der Grundschule erworbenen Fähigkeiten, Fertigkeiten und Kenntnisse durch altersgemäße Inhalte.
Dabei kommt gerade in dieser Altersgruppe der Erziehung zur Verantwortung eine große Bedeutung zu, da die Lebensgestaltung dieser Schülerinnen und Schüler in erheblichem Umfang von der Teilnahme am Straßenverkehr geprägt ist.

Im Ergänzungsunterricht „Verkehr“ der achten Klasse befassen sich die Schülerinnen und Schüler mit dem vorausschauenden Verhalten im Straßenverkehr: Welche Wirkungen haben Geschwindigkeiten, Bremswege, Kräfte, Fahrbahnbeschaffenheit, Wetter- und Lichtverhältnisse, Alkohol, Rauschgifte und Medikamente? Das sicherheitsbewusste Verhalten und Handeln und die Verkehrssicherheit des eigenen Fahrrads stehen im Vordergrund des Unterrichts. Auch die Wartung und Pflege des Rads und des E-Bikes tragen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit bei.

In den Klassen 9 und 10 beschäftigen sich die Schülerinnen und Schüler mit den Folgen von Verkehrsunfällen: Wie verhalte ich mich am Unfallort? Welche Personen- und Sachschäden können auftreten?
Außerdem sind zentrale Themen: Versicherungen, Rechtskenntnisse, wirtschaftliche Zusammenhänge, Transportkonzepte in den Bereichen Land, Wasser und Luft, Massentourismus und Verkehrspolitik, Aufbau eines Verkehrshelferdienstes als Schülerlotsen.

Ein wesentlicher Bestandteil des Ergänzungsunterrichts „Verkehr“ ist der Mofakurs.
Die Schülerinnen und Schüler nehmen im Rahmen des Unterrichts an der theoretischen und praktischen Prüfung des „Mofakurses“ teil.

7. Französisch

als zweite oder dritte Fremdsprache (wählbar für Klasse 8 bis 10 bzw.11)

Für Schülerinnen und Schüler, die Freude am Fremdsprachenlernen haben, bieten wir im Rahmen des Ergänzungsunterrichts Französisch an. Dies bedeutet aber nicht nur mehr Vokabellernen und Grammatikbüffeln. Nein, wer Französisch lernt, der…

  • kann Lieder von Louane, Zaz, Maître Gims und vielen anderen, die im deutschen Radio laufen, mitsingen und verstehen
  • kann im nächsten Frankreich-Urlaub in Landessprache nach dem Weg fragen und Essen bestellen
  • weiß, dass Tim und Struppi eigentlich Tintin und Milou und die Schlümpfe in ihrem Herkunftsland les Schtroumpfs heißen
  • kennt viele Vokabeln bereits aus dem Deutschen oder Englischen (oder Spanischen) und kann ihre Bedeutung dadurch erschließen

Das ist noch nicht alles! Es gibt viele gute Gründe, Französisch zu lernen:

Werde Teil einer großen Community: Mehr als 200 Millionen auf fünf Kontinenten sprechen Französisch; keine andere Sprache (außer Englisch) wird öfter erlernt! Damit bist du nicht nur für den nächsten Urlaub gut gewappnet! Wusstest du, dass Französisch in 34 Ländern der Welt offizielle Amtssprache ist, sowie offizielle Arbeitssprache der EU, UN und der NATO (und der UEFA) ?

Verbessere deine Qualifikation für Ausbildung und Beruf. Mit einer weiteren Fremdsprache hast du nicht nur eine Bedingung für das Abitur erfüllt, sondern machst dich attraktiver für zukünftige Arbeitgeber. Wusstest du, dass gute Französischkenntnisse für Arbeitgeber oft sehr wichtig sind?

Erweitere deine Jobchancen: Französischkenntnisse eröffnen dir nicht nur Zugang zu integrierten Studiengängen, sondern auch zu Ländern wie Kanada, Schweiz, Belgien und Marokko. Wusstest du, dass Deutschland Frankreichs wichtigster Handelspartner ist? Mehr als 3100  deutsche  Firmen  sind  in  Frankreich  präsent  und  mehr  als 3700 französische Firmen schaffen knapp 330 000 Arbeitsplätze in Deutschland. Sei bereit!

Zeig, was du kannst: Hier wirst du 3 Stunden pro Woche gefordert: Es gibt ganz „normale“ Noten, wie du sie bereits kennst, die sich aus den Noten der Klassenarbeiten(!)  und  deiner sonstigen Mitarbeit (z.B. mündliche  Mitarbeit, Vokabeltests und Referate) zu je 50% zusammensetzen!

Wusstest du, dass Französisch in jedem Land der Welt unterrichtet wird? Sei ein Teil davon!